Fürs Drumherum Programm bewerben

Du möchtest die Klangtherapie mit einem Workshop, einer Performance, einem Vortrag oder Ähnlichem bereichern? Dann bewirb dich hier bis zum 30. April 2024!

Wir suchen nach den unterschiedlichsten Menschen, die einen Beitrag zu unserem Programm leisten möchten. Von A wie "autarkes Leben" über M wie "Makramee" bis Z wie "Zirkus" darf alles dabei sein, was unser Programm bunter macht! Wir möchten mit dir zusammen ein Programm gestalten, das zu einem bewussteren Leben inspiriert, neue Perspektiven ermöglicht und spielerisch einlädt, deinen Körper oder deine Kreativität zu erforschen!

Letztes Jahr (2023) hat unsere Crew einen Code of Conduct ertüftelt und beschlossen. Dieser Code of Conduct beschreibt, wie wir im Klangtherapie Kontext miteinander umgehen wollen und hilft uns einen Spafer Space zu schaffen. Deshalb ist es wichtig, dass sich nicht nur unsere Gäst*innen beim Betreten unseres Geländes dazu verpflichten, sondern auch das gesamte Team. Da Du/Ihr auch ein essenzieller Bestandteil des geliebten Mikrokosmos bist/seid, trägt Dein/Euer Verhalten besonders zum allgemeinen Miteinander bei. Mit dem Abschicken Deines/Eures Bewerbungsformulars stimmst Du/Ihr dem Code of Conduct zu.

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You want to enrich the Klangtherapie festival with a workshop, a performance, a lecture, or something similar? Then apply here until 30th of April 2024!

We are looking for diverse individuals who want to contribute to our program. From C like "circus" to M like "macrame" to S like "self-sufficient living" anything that adds color to our program is welcome! We want to collaborate with you to create a program that inspires a more conscious life, enables new perspectives, and playfully invites you to explore your body or creativity!

Last year (2023), our crew drew up and adopted a Code of Conduct. This Code of Conduct describes how we want to treat each other in the Klangtherapie context and helps us to create a safer space. It is therefore important that not only our guests adhere to it when entering our premises, but also our entire team. Since you as are an essential part of the beloved microcosm, your behaviour contributes to the general togetherness. By submitting your application form, you agree to the Code of Conduct.

Glossar/Glossary

Kulturelle Aneignung/Cultural appropriation

Kulturelle Aneignung ist, wenn einzelne kulturelle, indigene oder religiöse Symbole, Elemente oder Praktiken durch die dominante Kultur (weiße Personen) in die Mainstream-Gesellschaft übernommen werden, ohne dass ein kultureller Bezug zu ihnen besteht. Die ursprüngliche Bedeutung und das Wissen gehen dabei verloren. Weiße Menschen profitieren davon (verdienen Geld und können es als Statussymbol verwenden) während BiPoC (Black, Indigenous und People of Color) auch in Deutschland noch heute dafür diskriminiert werden.

Wir ermutigen daher zu einem respektvollen Umgang mit kulturellen Elementen, insbesondere im Hinblick auf die koloniale Kontinuität. Um dieses Festival für verschiedene Menschen zu öffnen, können weiße Menschen, ihre (Macht-)Position als Dominanzgesellschaft reflektieren, sich über den Ursprung der Praktiken informieren und so einen wertschätzenden Umgang finden.

Cultural appropriation is when individual cultural, indigenous or religious symbols, elements or practices are adopted by the dominant culture (white people) into mainstream society without there being a cultural connection to them. The original meaning and knowledge are lost in the process. White people benefit from this (earn money and can use it as a status symbol) while BiPoC (Black, Indigenous and People of Colour) are still discriminated against in Germany today.

We therefore encourage a respectful approach to cultural elements, especially with regard to colonial continuity. To open up this festival to different people, white people can reflect on their (power) position as a dominant society, learn about the origin of the practices and find an appreciative approach.

Zu Privilegien/About privileges:

Ein Privileg ist ein unterschätzter Zugang zu sozialer Macht aufgrund der Zugehörigkeit zu einer dominanten sozialen Gruppe. Und allgemein gilt: Wenn du nicht darüber nachdenken musst, ist es ein Privileg.

A privilege is an underrated access to social power based on membership in a dominant social group. And in general: If you don't have to think about it, it's a privilege.

weitere Definitionen (hier orientieren wir uns an den Definitionen der Awareness Akademie, der Initative Musik, und des Queer Lexikons / further definitions (here we adopted the definitions of the Awareness Akademie, of the Initative Musik, and the Queer Lexikon)

Intergender: Intergender ist ein Geschlecht. Als intergender können sich Menschen bezeichnen, deren Geschlechtsidentität sich zwischen den binären Geschlechtern, also zwischen männlich und weiblich, befindet. Intergender ist nicht dasselbe wie inter.

Intergender: Intergender is a gender. People whose gender identity is between the binary genders, i.e. between male and female, can describe themselves as intergender. Intergender is not the same as inter.

Nicht binär: Personen, die sich als nicht-binär identifzieren, sehen sich selbst weder als Mann noch als Frau. Das System der Zweigeschlechtlichkeit trifft nicht auf sie zu und wird abgelehnt. Nicht-binäre Menschen können trans oder cis oder inter sein. Sie können weiblich, männlich, beides, weder-noch, vieles, mehreres, femme oder agender oder etwas ganz anderes sein. Sie können feminin, maskulin, queer und politisch sein. Sie können unterschiedliche, neue oder alte, mehrere, wechselnde oder keine Pronomen benutzen. Sie können die unterschiedlichsten Körper, Transitionsbedürfnisse oder -erfahrungen haben oder nichts von alldem. Als Abwandlung wird häufig der Begriff enby [non-binary = nb = enby] als Selbstbezeichnung verwendet.

Non-binary: Persons who identify as non-binary see themselves neither as men nor as women. The binary gender system does not apply to them and is rejected. Non-binary people can be trans or cis or inter. They can be female, male, both, neither-nor, many, more, femme or agender, or something else entirely. They can be feminine, masculine, queer, and political. They can use different, new or old, multiple, changing or no pronouns. They can have a wide variety of bodies, transition needs or experiences, or none of the above. As a variation, non-binary people may use the term enby [non-binary = nb = enby] to refer to themselves. (Note: Non-binary is shortened to »enby« rather than »NB«, as the latter is also used as a short form of »non-Black,« as in referring to non-Black POC.)

Trans(gender): Trans (lat. jenseits von, darüber hinaus) ist ein Überbegriff für Personen, die die Grenzen von sex und gender herausfordern und sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei Geburtzugewiesen wurde. Das Gegenteil ist cis. Trans Personen können sich entweder als binäre:r trans Mann/ trans Frau oder als nicht-binär, agender, genderqueer, queer, genderfluid, bigender, androgynous oder weitere identifzieren. Nicht alle trans Personen entscheiden sich für Operationen oder die Einnahme von Hormonen, manche schon.

Trans(gender): Trans (Latin: ‘beyond,’ ‘across’) is an umbrella term for people who challenge the boundaries of sex and gender and do not identify with the gender they were assigned at birth. The opposite is cis(gender). Trans or transgender persons may identify as either a binary trans man/trans woman or as non-binary, agender, genderqueer, queer, genderfluid, bigender, androgynous, or other identities. Not all trans people choose to have surgery or take hormones; some do.

Agender: Agender ist ein Begriff, der wörtlich mit »ohne Geschlecht« übersetzt werden kann. Die Personen fühlen sich entweder keinem Geschlecht zugehörig, können mit dem Konzept von Geschlecht nichts anfangen, sehen sich als geschlechtsneutral oder haben ein undefinierbares Geschlecht, das sich weder binären noch nicht-binären Geschlechtsidentitäten zuordnen lässt.

Agender: Agender is a term that can literally be translated as »without gender«. Agender people may feel they don’t belong to any gender, do not relate to the concept of gender at all, see themselves as gender-neutral, or have an undefinable gender that does not align with binary or non-binary gender identities.

Frauen: Frauen sind Personen, welche sich als Frau identifizieren. Das Frausein ist nicht an bestimmte Eigenschaften, Fähigkeiten oder an ein bestimmtes Aussehen geknüpft.

Women: Women are people who identify as women. Being a woman is not linked to certain characteristics, abilities or a certain appearance.

LGBTQIA* Personen: englische Abkürzung zur Sammelbezeichnung von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans*, queeren, inter* und asexuellen Personen. (Quelle)

LGBTQIA* people: English abbreviation for the collective term for lesbian, gay, bisexual, trans*, queer, inter*, and asexual people.

Ableismus: Der Begriff Ableismus ist dem englischen Wort für »Fähigkeit« entlehnt und stammt aus der US-amerikanischen Behindertenbewegung. Er bezeichnet die Bewertung von Menschen mit Be_Hinderungen anhand ihrer (zugeschriebenen) körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Damit verbunden ist eine Reduktion des Menschen allein auf seine Beeinträchtigung. Die Bewertung kann negativ durch Abwertung erfolgen, oder vermeintlich positiv durch Aufwertung. Der Bewertung geht voraus, dass es so etwas wie eine Vorstellung eines körperlichen und geistigen Normalzustandes gibt, anhand dessen Be_Hinderung als Abweichung bewertet werden kann.

Wenn Menschen mit Be_Hinderungen aufgrund dieser Bewertung ungleich behandelt oder benachteiligt werden, ist das Diskriminierung. Um auch in der Sprache zu verdeutlichen, dass Personen nicht be_hindert sind, sondern durch äußere Umstände, Gebäude und Strukturen dazu gemacht werden, wird der Unterstrich verwendet.

Ableism: From the English word ability, the term Ableism originates from the US-American disability rights movement. Ableism refers to defining or assigning value to people with disabilities on the basis of their (attributed) physical and mental abilities. This can reduce a person solely to their disability. This tendency can be negative or allegedly positive: either way, it stems from the belief that there is a physical or mental »normal,« from which a disability is a »deviation.« When people with disabilities are treated unequally or disadvantaged on the basis of this evaluation, this is →discrimination. In German, the underscore may be used (be_hindert) to emphasize the role of external factors in disability: »dis_ability« is in fact created through external conditions, buildings and structures, rather than a person’s capacity or limitation. (For this reason, language that emphasizes the accessibility of spaces is preferred: call it an »accessible« toilet stall rather than »disabled«.)

Klassismus: Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft und/oder des sozialen und ökonomischen Status. Es geht bei Klassismus also nicht nur um die Frage, wie viel Geld eine Person zur Verfügung hat, sondern auch welchen Status sie hat und in welchen finanziellen und sozialen Verhältnissen sie aufgewachsen ist. Klassismus richtet sich gegen Menschen aus der Armuts- oder Arbeiter:innenklasse, z.B. einkommensarme oder erwerbslose und wohnungslose Menschen, aber auch Arbeiter:innenkinder. Der Begriff wurde maßgeblich durch die Erfahrungen von Communities geprägt, die mehrfachdiskriminiert werden. Die Folge von Klassismus ist häufig Prekarisierung. Die hohen Eintrittspreise für Veranstaltungen in Clubs, Bars oder auf Festivals sind ein Beispiel für Klassismus. An Clubkultur teilzunehmen, ist dadurch für viele Menschen zu einem Privileg geworden.

Klassismus: Classism refers to discrimination based on social origin and/or social and economic status. Classism is not only about how much money a person has at their disposal. It is also about their status and the financial and social circumstances in which they grew up. Classism is directed against people in poverty or of the working class, e.g. low-income, unemployed and homeless people, but also children from working-class families. This term was coined through the experiences of communities facing multiple types of discrimination. Classism often leads to precarization / economic precarity. The high entrance fees for events in clubs, bars, or at festivals are examples of classism. Participating in club culture has thus become a privilege for many people.

Rassismus: Rassismus bedeutet die Diskriminierung, Abwertung und Ausgrenzung strukturell benachteiligter Gruppen oder einzelner Menschen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener körperlicher oder kultureller Merkmale (z.B. Hautfarbe, Herkunft, Sprache, Religion). Durch Rassismus ist keine gleichberechtigte Teilhabe der Betroffenen an der Gesellschaft möglich. Die rassistische Herabwürdigung von →BIPoC kann zu physischer und psychischer Gewalt gegen sie führen oder sogar als vermeintliche Rechtfertigung für Tötungen und Völkermorde (»Ethnische Säuberungen«) genutzt werden.

Neben diesen offensiv brutalen Formen des Rassismus ist subtiler Alltagsrassismus (insbesondere auch in Form von →Mikroaggressionen) die tägliche Reproduktion eines rassistischen Systems. Dieser besteht in stetiger Erinnerung daran, dass die betroffene Person anders ist und nicht »dazu« gehört. Dies muss nicht mit Vorsatz der diskriminierenden Person geschehen, ist aber dennoch ausgrenzend, verletzend, frustrierend und bieten den Nährboden für extremere Formen von Rassismus. Es gibt viele Formen von Rassismus. Unterschieden wird beispielsweise zwischen anti-Schwarzer, anti-muslimischem, anti-asiatischem Rassismus, →Antisemitismus und rassistischer Diskriminierung von Rom:nja und Sint:ezzi. Rassismus ist eine soziale Ausschließungspraxis, die in verschiedenen historischen Kontexten unterschiedlich in Erscheinung tritt. Er hierarchisiert, differenziert und entwertet Menschen, indem er ihnen konstruierte, meist negative gruppenspezifische Merkmale und Eigenschaften zuschreibt. Spezifische Formen von Rassismus sind »New Racism«, »Colorblind Racism«,»Cultural Racism« and »Aversive Racism«.

Racism: Racism means the discrimination, devaluation and exclusion of structurally disadvantaged groups or individuals on the basis of actual or ascribed physical or cultural characteristics (e.g. skin color, origin, language, religion). For those affected, racism prevents equal participation in society. Racist degradation of BIPoC can lead to physical and psychological violence against them, or may even be used as a supposed justification for killings and genocides (»ethnic cleansing«). In addition to these offensively brutal forms of racism, subtle racism (especially also in the form of microaggressions) reproduces the racist system in everyday life. This subtle form provides constant reminders that a person is different and does not »belong«. While a person perpetuating discrimination may not do so intentionally, it is nonetheless exclusionary, hurtful, frustrating, and sows the seeds of more extreme forms of racism. There are many forms of racism. Distinctions can be made between anti-Black, anti-Muslim, or anti-Asian racism, anti-Semitism, or racist discrimination against Roma and Sinti. Racism is a social practice of exclusion that appears differently in different historical contexts. It creates hierarchies, differentiates, and devalues people by ascribing to them constructed, usually negative, group-specific characteristics and attributes. Specific forms of racism are »New Racism«, »Colorblind Racism«, »Cultural Racism« and »Aversive Racism«.

rassifizierte Personen: Personen, die Aufgrund von rassistischen Vorurteilen und Zuschreibungen anderer – in Verbindung mit ihrem (bzw. dem ihrer Angehörigen) äußeren Erscheinungsbild, ihrer Sprache oder Staatsangehörigkeit sowie anderen soziokulturellen Faktoren Diskriminierung erfahren. (Quelle). Dazu zählen u.a. BIPoC, Jüd:innen, Muslim:innen, Sinti:zze und Rom:nja. BIPoC stammt aus dem Englischen: Black, Indigenous, People of Colour. (Quelle)

racialised people: Persons who experience discrimination on the basis of racial prejudice and attributions made by others - in connection with their (or their relatives') appearance, language, or nationality, and other socio-cultural factors. These include BIPoC, Jews, Muslims, Sinti and Roma. BIPoC comes from the English: Black, Indigenous, People of Colour.